Verfassungsschutz darf Computer hacken

In Nordrhein-Westfalen wurde gestern ein Gesetz verabschiedet, dass es dem Verfassungsschutz zukünftig erlaubt, über das Internet private Festplatten auszulesen:

Heimliches Beobachten und sonstiges Aufklären des Internets, wie insbesondere die verdeckte Teilnahme an seinen Kommunikationseinrichtungen bzw. die Suche nach ihnen, sowie der heimliche Zugriff auf informationstechnische Systeme auch mit Einsatz technischer Mittel.

Die Unverletzlichkeit der Wohnung, wie sie im Grundgesetz festgeschrieben ist, zählt dabei anscheinend nicht. Horst Engel von der FDP begründet dies so:

Mit dem World Wide Web verlässt man den geschützten Wohnraum für eine unbestimmte Öffentlichkeit. Wenn Sie etwas online stellen, ist das, als ob Sie etwas ins Schaufenster hängen.

Meine Festplatte hänge ich aber garantiert nicht mal teilweise in dieses “Schaufenster.”
Durch dieses Gesetz kann der Verfassungsschutz in den Computer in meiner Wohnung eindringen und hat (falls es ihm gelingt) Zugriff auf meine persönlichen Daten.

Wenn das auf Bundesebene auch noch durchkommt, dann Datenschutz adeee…

Quelle: Telepolis

BILD und der Sozialstaat

Mal wieder ein sehr interessanter Bericht auf Bildblog.de: BILD hackt seit einer Woche auf einem Arbeitslosen rum, und vermittelt den Anschein als wäre Sozialleistungsmißbrauch das größte Problem unserer Gesellschaft, dabei sind die Schäden geradezu lächerlich im Vergleich zu denen durch Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung. Die Kürzungen der Leistungen treffen dann aber nicht die Einzelfälle, die wirklich nicht arbeiten wollen, sondern alle.

Der Politologe Frank Oschmiansky meinte in einer Untersuchung zu den wiederkehrenden Faulheitsdebatten:

Die “Faulheitsvorwürfe” zielen darauf, das sozialpsychologische Klima zu schaffen, um Leistungseinschränkungen oder auch Zumutbarkeits- oder Sanktionsverschärfungen den Boden zu bereiten. (…) Durch die Skandalisierung des Leistungsmissbrauchs wird ein Klima erzeugt, in dem Kürzungen von Sozialleistungen leichter durchsetzbar sind.

Danke, BILD !

Sicherheit gegen Freiheit

Sicherheit gegen Freiheit – Nach dieser Maxime scheinen nach dem verhängnisvollen Anschlag von 9/11 fast sämtliche Regierungen dieser Erde zu handeln. Programme wie “Terrorism Information Awareness” (vormals Total Information Awareness) im Rahmen des Patriot Act in den USA und die Ausweitung von Befugnissen der Behörden in Deutschland wie z.B. die praktische Aufgabe des Bankgeheimnisses sind immer weitere Schritte in Richtung Überwachungsstaat. Wer schützt denn eigentlich hier vor wem?
Die neueste Idee der Bundesregierung gegen Terrorismus ist auf jeden Fall mehr als zweifelhaft:

Zum Schutz gegen Terroristen plant die Bundesregierung laut einem Zeitungsbericht den Einsatz von neuartigen Überwachungsrobotern und -kamaras sowie unbemannten Flugkörpern.

Wie die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» am Montag berichtet, sollen die noch zu entwickelnden Roboter etwa auffälliges Verhalten in Menschenmengen erkennen.

Hm .. wird in Zukunft irgendwo ein Alarm losgehen, wenn ich vor einer Bank auf eine Freundin warte? Kombiniert mit Gesichtserkennungssoftware und RFID Chips in den Pässen sehe ich da düstere Orwell’sche Fantasien vor mir. Das Schlimme ist, die Technologien sind längst vorhanden. Bleibt zu hoffen, dass sich Terroristen auffälliger verhalten als ich es tue..

Sicherheit gegen Freiheit? Ein Kuhhandel.
Kein Grund paranoid zu werden? Sorry gerade dieses Buch gelesen…

Quelle: Netzzeitung

Ärger mit dem StudiVZ

Nach dem was in den letzten Wochen in den deutschen Blogs los war, kann man das Thema StudiVZ ja garnicht mehr ignorieren. Da dieses leidige Thema auch indirekt mich betrifft (insofern dass ich dort selbst ein Profil besitze) hier eine kleine Zusammenfassung, gerade für diejenigen die selbst beim StudiVZ registriert sind.

StudiVZ ist eine Community, ein sog. Social Network (wie Myspace) für Studenten im Stile des amerikanischen Vorbildes facebook. Auch in Deutschland hat das Konzept Erfolg: Inzwischen sind schon über 1 Millionen Profile registriert. Klar dass bei einem derartigen Bekanntheitsgrad die ersten Probleme auftauchen, denn leider haben sich die Macher nicht ausreichend um den Datenschutz gekümmert. Ein weiteres Problem, das große Massen von Menschen mit sich bringt, sind ein gewisser Anteil an Idioten. So macht z.B. BlogBar auf eine Gruppe von Stalkern aufmerksam. Sexismus und mangelnde Privatsphäre – eine brisante Mischung. Kein Wunder dass inzwischen sogar Spiegel Online davon berichtet, nachdem seit Wochen die deutsche Blogosphäre durchdreht.

Meiner Meinung nach 1. ein gutes Beispiel, wieviel Einfluss Blogs auch in Deutschland inzwischen besitzen und damit zum Glück auch Kontrolle ausüben und 2. wie ahnungslos doch viele mit ihren privaten Daten umgehen, und zum Beispiel Anschrift und Telefonnummern veröffentlichen. Mit dem URL – Trick lassen diese sich innerhalb des StudiVZ trotzdem aufrufen,auch wenn sie eigentlich “privat” sind. Ein gefundenes Fressen für Stalker. Im Endeffekt natürlich Schade, dass manche “Männer” sowas nötig zu haben scheinen.

Trotzdem steht es in der Verantwortung der Betreiber so etwas zu unterbinden, wobei zumindest einer der Gründer selbst in der Stalker Gruppe Mitglied war. Leider gesteht StudiVZ keine Fehler ein sondern versucht durch PR den Schaden zu begrenzen. Zumindest im Moment ist StudiVZ wieder off, für eine der zahlreichen Nachbesserungen. Bei der letzten verschwanden Kommentaren zu Folge mehrere Gruppen und es wurden Foren gelöscht. Gute Idee das Ganze, Schlechte Ausführung… Quo vadis, StudiVZ ?

EDIT: Der Grund für den heutigen Down des StudiVZ scheint ein XSS-Wurm gewesen zu sein, der eine weitere Sicherheitslücke ausgenutzt hat. Näheres in den Comments bei YAMB.BETA. Der StudiVZ Blog spricht dagegen von einem “erfolgreich abgewehrten Phishing-Angriff.” Naja ist ja auch schon MySpace passiert 😉

EDIT 2: Eine sehr schöne Zusammenfassung über das Entstehen, die inzwischen beteiligten Kapitalgesellschaften, die Gründer des StudiVZ und viel mehr gibt es auf Falk’s Blog “Unverkäuflich”.

EDIT 3: Und es hört immer noch nicht auf, während es bei StudiVZ heißt, “Alles wird gut” deckt Michi in der BlogBar das nächste Leck auf wie man relativ einfach den Code der Profile knacken kann, die laut StudiVZ sicherer als die bei Onlinebanking verwendete Kombination von TAN und PIN sein soll. Wenns doch nur so wäre… Das StudiVZ reagiert inzwischen auf die aus dem Ruder gelaufenen Gruppen, in dem sie einen Verhaltenskodex ankündigen. Auch die Universitäten reagieren langsam, so warnt inzwischen der Referentinnenrat der Humboldt Universität vor dem StudiVZ.

So ich hoffe das wars dann mal langsam, aber ich hab da ein schlechtes Gefühl…

Saisonbeginn !

Schnallt das Brett an, die Saison beginnt ! Das einzig Wahre am Winter (neben Glühwein & knisternden Kaminöfen) ist immer noch einen jungfräulichen Hang mit feinsten Powder hinunter zu gleiten….  Deswegen zur Einstimmung  hier zwei nette Videos für euch.

 
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Global Orgasm for Peace

Am 22. Dezember könnt ihr für Mutter Erde etwas Gutes tun. Und natürlich für euch selbst. Und für eure/n Partner/in. Das geht recht einfach, nämlich während und nach des Orgasmus an den Frieden zu denken und eure menschliche Energie dazu nutzen, das Energiefeld der Erde zu verändern.

Wie das Ganze funktionieren soll, seht ihr in diesem Video:

checkt: globalorgasm.org

Wählen gehen !

An alle Heidelberger: geht am Sonntag  wählen !! Diese Wahl betrifft uns alle. Immerhin wird der Oberbürgermeister auf 8 Jahre gewählt. Eine Empfehlung habe ich auch.  Wenn ihr nicht den machtgierigen Dr. Würzner als OB haben wollt, nach dessen neoliberaler Meinung eine intensive Wirtschaftsförderung das Beste für den Menschen ist, dann wählt am Sonntag Caja Thimm.
Caja wird unterstützt von der SPD, der Bunten Linken und den Grünen.

Also, schlaft euren Rausch aus und karrt eure Hintern vor 18h in eueren Wahlraum.

Es ist unsere Entscheidung. Nehmt eure wenigen “demokratischen” Rechte wahr !